Praxis
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Eine homöopathische Behandlung ist ein Prozeß. Sie beginnt mit einem ersten längeren Anamnesegespräch und wird fortgeführt in weiteren Dialogen, die wir miteinander führen werden in länger werdenden Abständen über sich oder ihr Kind. Ein älteres Kind da da auch selbst sehr gut mitarbeiten und irgendwann braucht es sie auch nicht mehr, wächst in eine homöopathische Begleitung ganz von selbst für sein Leben und das dann wieder seiner Kinder hinein. Eine gute homöopathische Behandlung kann 2 Monate, 2 Jahre aber auch ein ganzes Leben dauern. Erfolge stellen sich dabei je nach Fall oft schon recht schnell ein können sich aber auch über einen längeren Zeitraum entfalten.

 

Dazu ist es notwendig, dass Sie mir so viele Informationen wie möglich über Ihre Beschwerden oder die Ihres Kindes und über sich selbst oder Ihr Kind geben. Aber keine Angst, das ist kein Monolog oder Vortrag, den Sie über sich oder Ihr Kind halten müssen, sondern ein Gespräch, das wir beide miteinander führen und zu dem Sie sich in der Regel 2,5 Stunden Zeit nehmen sollten. Natürlich sollten Sie auch Ihr Kind mitbringen, wenn es der Patient ist. Ein Vorgespräch kann auch ohne das Kind stattfinden. Bei akuter Erkrankung ist es entsprechend weniger. Es wäre gut, wenn Sie zum ersten oder zweiten Termin folgende Informationen mitbringen, soweit sie noch zu ermitteln sind (hierzu machen Sie sich gerne ein paar Notizen):

 

      Ihre Krankengeschichte oder die Ihres Kindes: Erkrankungen (auch Operationen und Unfälle), die Sie bereits durchgemacht haben und wie sie behandelt wurden (bringen Sie Beipackzettel, Krankenberichte, Laborergebnisse mit, wenn Sie sie noch haben)

 

      schulmedizinische Untersuchungsergebnisse (Röntgenaufnahmen, Blutbild, Laborberichte, Klinikberichte, Impf-, Kinder-, Mutterpaß, Arztbriefe, etc.), über die Sie verfügen

 

      Erkrankungen der Menschen, die mit Ihnen oder Ihrem Kind blutsverwandt sind

 

     Medikamente, die Sie einnehmen oder längere Zeit eingenommen haben oder ihr Kind (bringen Sie einfach die Beipackzettel mit, wenn Sie sie noch haben)

 

      Bitte beobachten Sie auch Ihre Beschwerden oder die Ihres Kindes: wann treten sie vermehrt auf und wo, was verschlimmert oder bessert sie und welcher Art sind sie.

 

Bitte machen Sie sich keine Sorgen darüber, ob Sie gleich beim ersten Gespräch alle Fragen beantworten können. Im Laufe einer homöopathischen Behandlung lernen Sie ganz von allein, sich richtig zu beobachten und Sie werden sich besser kennenlernen ohne in Hypochondrie zu verfallen. Das kann ganz spannend sein, weil Sie vieles über sich dann wissen, was Sie noch nie bemerkt haben.

 

Vielleicht fragen Sie sich auch, warum Sie einer fremden Frau, die ich ja zunächst für Sie bin, so viele vertrauliche Informationen geben sollen. Nun, das geschieht nicht, weil ich so ein neugieriger Mensch bin, sondern weil diese Dinge hilfreich sind, um für Sie das zu diesem Zeitpunkt geeignetste homöopathische Arzneimittel herauszufinden, das Ihren Heilungsprozeß optimal begleiten wird (siehe Ähnlichkeitsgesetz). Sie müssen mir auch nicht alles erzählen. Was Sie nicht berichten wollen, behalten Sie für sich. Es gibt bestimmt immer noch genug Informationen, auf die ich meine Behandlung stützen kann. Wenn ein für Sie gut passendes homöopathisches Mittel gefunden wurde, ist das auch nicht mehr so in der Tiefe nötig. Natürlich unterliege ich der Schweigepflicht und Ihre Informationen werde ich vertraulich behandeln auch gegenüber Ihrer Familie.

 

Um Ihr homöopathisches Mittel bestimmen zu können, sind ganz viele Informationen über Sie von Bedeutung, die Sie vielleicht nie für wichtig gehalten haben:

 

       Was unterscheidet Sie von anderen Menschen? (Beschwerden, die seit der Geburt bestehen, haben Sie in Ihr Leben integriert. Sie sind für Sie nichts Besonderes mehr. Aber andere Menschen haben diese nicht.)

 

       Was könnte die Ursache Ihrer Beschwerden sein (Was ist in der Zeit vor Auftreten der 
    Beschwerden in ihrem Leben passiert z.B. Unfall, Kummererlebnisse, Operation, Impfung, Reise)?

 

       Was tun Sie gerne, was nicht? Was bringt Sie auf die Palme? Wovor fürchten Sie sich? Was bereitet Ihnen Unbehagen? Was oder wen können Sie überhaupt nicht ausstehen?

 

       Wie reagiert Ihr Organismus (Psyche und Körper) auf Veränderungen?

 

       Haben Sie Beschwerden, über die Sie sich nicht trauen, mit jemandem zu reden, weil Sie diese für zu merkwürdig halten oder befürchten in die psychosomatische oder überhaupt psychische Ecke abgeschoben zu werden? Für einen homöopathischen Behandler ist nichts merkwürdig und vielen schon mal da gewesen.

 

Auch nach der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels ist es wichtig, dass Sie sich selbst oder Ihr bei mir in Behandlung befindliches Kind genau beobachten und mir Ihre Wahrnehmungen in Folgeterminen mitteilen. Auch die Menschen, die mit Ihnen leben können Veränderungen an Ihnen oder Ihrem Kind bemerkt haben und dies Ihnen gegenüber äußern. Sie können sich das in einem homöopathischen Tagebuch notieren, weil es Stunden oder Tage später schon nicht mehr erinnert wird. Die eintretenden Änderungen Ihrer Befindlichkeit können ganz subtil und von Ihnen fast unbemerkt ablaufen. Bei einem Folgetermin können. wir das aber gemeinsam herausarbeiten.

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