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Vor über 200 Jahren hat man Menschen mit Schwermetallen versucht zu kurieren. So setzte man beispielsweise Quecksilber als Abführmittel ein oder vermerkte einen positiven Effekt durch arsenhaltige Stoffe auf die Heilung an Syphilis Erkrankter.

Schon damals erkannten besonders die Homöopathen die schädliche Wirkung dieser Stoffe (indem sie Vergiftungsberichte sammelten) und verstanden diese zu heilen. Hahnemann fand hier die sog. kalkhaltige Schwefelleber, ein Stoff hergestellt aus dem weißen inneren Bestandteil der Austernschale und weißen Schwefelblumen, außerordentlich wirksam. Er wandte diesen Stoff unpotenziert (schmeckt leider etwas sehr intensiv) an mit erstaunlichen Resultaten.

Oft wird den Homöopathen der Vorwurf gemacht, dass sie versuchen mit potenzierten Arzneien eine Schwermetallentgiftung vorzunehmen, damit aber nur die Schwermetalle aus den Depots holen und im Organismus verschieben. Dies passiert, wenn man dem Patienten potenziertes Quecksilber oder potenziertes Amalgam verabreicht, besonders dann, wenn sie von der Symptomatik gar nicht angezeigt sind. Homöpathisch sorgfältig arbeitende Therapeuten merken hier aber nach einiger Zeit (wenn z.B. potenziertes Mercurius als homöopathische Arznei angezeigt war und immer wieder angezeigt ist für ein krankhaftes Geschehen, d.h. es heilt nicht aus), dass eine Heilung nicht so recht voranschreitet. Sie erkennen dann, dass eine Ausleitungstherapie angesagt ist (weil Schwermetalle in eine Form überführt werden müssen, die eine Ausscheidung möglich macht) in Verbindung mit der Suche nach einem besser passenden tiefenwirksamen homöopathischen Arzneimittel. Diese Ausleitung machen wir heute u.a. mit der Kalkschwefelleber als D2 (2x potenzierte Verdünnung), die noch genug materiellen Stoff enthält, um eine Ausleitung von Schwermetallen zu bewirken in Verbindung mit anderen angezeigten therapeutischen Maßnahmen.

Denn auch heute sind Menschen mit vielfältigen Schwermetallbelastungen konfrontiert, angefangen beim Amalgam, verschiedenen Arzneimitteln, die Quecksilber und/oder Aluminium enthalten (Impfungen, Augentropfen), etc.

Schon vor vielen Jahrzehnten fand man die Kalkschwefelleber wirksam bei Vergiftungen durch:

Alkohol

Hier ist nicht eine durchzechte Nacht gemeint. Es gibt Menschen, die nach Genuß von Alkohol regelrecht erkranken. Bekannt ist hier die sog. Alkoholmigräne, die nichts mit einem Kater zu tun hat.

Arsen

Früher in Farben enthalten. Ives Klein – ein bekannte Kunstmaler ist an den Folgen dieser Arsenfarben schwer erkrankt

Blei

Bis vor kurzer Zeit noch im Benzin enthalten

Chinin

Auch heute noch ein Therapeutikum gegen Malaria. Danach können best. Menschen erkranken.

Eisen

Hier ist nicht eine notwendige Eisenzufuhr und –substitution gemeint. Es gibt Menschen, die nach erhöhter Eisenzufuhr erkranken. Beispielsweise fand ich in der Roten Liste (dem gängigen Arzneimittelverzeichnis): „ Eisenintoxikation: Bei Kindern besonders gefährlich! Hämorrhagische Gastroenteritis.“

Fluor

Quelle: Pschyrembel 258. Auflage (auszugweise):

„Fluor - sehr giftig; bei akuter Intoxikation Erbrechen u. Krämpfe, bei chron. Intoxikation idiopathischer Hypoparathyreoidismus (Ausfällung von Calcium) u. Dentalfluorose“

und:

„Dentalfluorose: Farb- u. Strukturveränderungen des Zahnschmelzes; Urs.: chron. Fluoridzuführung von Dosen über 2mg/d während der Mineralisation der Zähne von der Geburt bis zum 15.Lj. Das Gebiß weist meist generell eine kalkig-weiße Grundfarbe auf (im Ggs. zur üblichen gelblichen). Die befallenen Zähne sind weiß gesprenkelt; in schweren Fällen kann sek. Braunfärbung der Schmelzporositäten u. Defektbildung auftreten.“

Jod

Wird therapeutisch bei Schilddrüsenstörungen eingesetzt. Derzeit werden Menschen überall mit Jod auch ohne Schilddrüsenstörungen damit in der Nahrung durch jodiertes Speisesalz, etc. konfrontiert. Nur wenige Menschen fragen sich, ob dieses nicht auch schädlich sein kann.

Kaffee

Wer zum 1. Mal in seinem Leben Kaffee trinkt, verspürt häufig die Wirkung, die Kaffee verursachen kann. Klassisch homöopathisch arbeitende Therapeuten kennen weitere Symptome (z.B. Erwartungsängste, gesteigerte Nervosität, starke Menstruation)

Kupfer

Früher in Kochtöpfen enthalten. Als Spurenelement ist es für die Blutbildung wichtig. In Überdosierung führt es beispielsweise zu Krämpfen.

Narkotika

Einige Menschen können Narkotika schwer ertragen. Gegen beispielsweise Procain sind sogar Allergien bekannt.

Quecksilber

Als Thiomersal in Impfstoffen und Augentropfen enthalten. Bestandteil des Amalgams.

Silicium, Steinstaub

Bei Bergbauarbeitern ist die „Steinstaublunge“ bekannt.

Tee

Bei einigen wenigen Menschen kommt es nach Teegenuß zu Unverträglichkeitserscheinungen.

Bisse giftiger Tiere

 

Dies waren die aus der Literatur (Radar 9.1) bekannten Möglichkeiten der Schwermetallausleitung für die Kalkschwefelleber. Bei weiterer Forschung lassen sich sicherlich noch weitere Möglichkeiten finden.

Klassisch homöopathisch arbeitenden Therapeuten sind ganze Seiten von Symptomsammlungen bekannt, die nach Aufnahme dieser Stoffe im Organismus auftauchen können. Eine Aufzählung würde diesen Rahmen sprengen.

Auch andere Stoffe wie Bärlauch, Chlorella-Algen, Korianderextrakt können erfolgreich für eine Amalgamausleitung eingesetzt werden.

In meiner Praxis biete ich meinen Patienten seit einiger Zeit eine Schwermetallausleitung nicht nur mit diesen Stoffen an, die ich sehr sanft vornehme und in einer auf den jeweiligen Patienten zugeschnittenen Form. Sehr genau achte ich dabei auf den gesundheitlichen Zustand des jeweiligen Patienten und die Auswirkung der Schwermetallausleitung. So behandle ich hiermit auch nur Patienten, die sich bei mir klassisch homöopathisch behandeln lassen und sich in einem gesundheitlichen Zustand befinden, der eine Schwermetallausleitung zulässt.

Ist für einen Patienten ein tiefenwirksames Mittel gefunden, wird er mit den Auswirkungen einer Schwermetallbelastung besser fertig werden. Eine Ausleitung wird diesen Patienten in die Lage versetzten, sein oder seine homöopathischen Arzneimittel dann auch nicht mehr so häufig in Anspruch nehmen zu müssen. Unter dieser Therapie ist zu erwarten, dass der Organismus dieser Patienten sehr gut und fast von allein mit der Ausleitung umgehen kann.

Der Grund, warum ich angefangen habe, mich mit der Schwermetallausleitung zu beschäftigen, ist, dass es bei einigen Patienten für mich einen nicht ganz befriedigenden Heilungsverlauf gab, auf den ich sehr viel Wert lege. Ein tiefenwirksames Mittel konnte nicht so recht gefunden werden, obwohl die Gesamtsituation sich besserte (Samuel Hahnemann, Horst Bartel und andere haben gute Heilungen auch mit einer Abfolge mehrer hom. Arzneimitteln erzielen können). Hier fand ich, dass ich in der Therapie immer wieder hom. Arzneimittel einsetzen musste, die bekannt sind für die Folgen von Quecksilber und andere Schwermetalle. Nach erfolgter Ausleitung ist dann oft eher eine tiefenwirksames Mittel zu finden, weil die Symptomvielfalt verschwindet oder weil im Verlauf der Behandlung endlich die deutlichen Symptome sich zeigen, die die Mittelfindung erleichtern oder das eine blockierende Symptom endlich verschwindet und sich das Konzert von Symptomen zeigen kann, welches ursprünglich zu diesem speziellen Organismus des Menschen gehört.

Dies alles sind auch die Gründe, warum ich nur mit solchen Patienten eine Ausleitungstherapie durchführe, die sich bei mir in klassisch homöopathischer Behandlung befinden. Nach meiner Erfahrung profitieren solche Menschen von einer Ausleitung am meisten und ich kann es auch nur für diese Menschen verantworten. Eine klassisch homöopathische Behandlung wird hier dann auch gleich die Störungen nachhaltig heilen, die eine Schwermetallbelastung in den verschiedenen Organen verursacht haben.

Bei einem persönlichen Termin und nachfolgenden Kontrollgesprächen erarbeiten wir dann die individuelle Ausleitungstherapie, die für den einzelnen am geeignetsten ist unter begleitender homöopathischer Behandlung.

Versuchen Sie bitte auch keine Ausleitung auf eigenen Faust. Eine therapeutische Begleitung ist hierfür unbedingt erforderlich. Eine unkontrollierte Einnahme von z.B. Hepar sulfuris D2 ist für einige Menschen schädlich. So z.B. für Menschen, die unter Entzündungen und Hautausschlägen wie z.B. Akne und schweren chronische Erkrankungen leiden sowie Schwangere und Stillende, Kinder, ist eine Einnahme besonders abzulehnen. Eine zu frühe Einnahme von Koranderextrakt kann Nebenwirkungen verursachen. Der Zeitpunkt muß von einem Therapeuten bestimmt und die Wirkung kontrolliert werden. 

 

Gabriele Strelau
Heilpraktikerin